Nordkap – Enontekiö

Leider war der dritte und letzte Abschnitt der Zufahrt zum Nordkap heute morgen von offizieller Seite gesperrt; die ersten zwei Abschnitte waren wohl offen. Es war sehr stürmisch und zwischendurch gab es immer wieder heftige Schneeschauer. Einige Autos, die trotzdem einen Versuch unternommen haben, bis zur letzten Schranke vorzudringen, haben sich übel festgefahren, einige wurden dem Vernehmen nach vom Wind auf der Straße gedreht. Wenn wir das abgesehen hätten, wären wir natürlich gestern Abend noch hochfahren; so blieben uns die letzten Kilometer bis zum Kap verwehrt. Wir kommen also wieder… Nicht nur wegen der letzten Meter, sondern auch wegen der grandiosen Landschaft. Wenn man die fehlende Begegnung mit dem Globus als Missgeschick bezeichnete, hätte der Zeitstrahl der Missgeschicke bereits beim Frühstück begonnen. Der Chef, bekanntlich der Godfather of Coffeecooking, beschwerte sich launig über das vermeintlich schlecht schmeckende Gebräu aus dem Automaten eines namhaften Herstellers. Schnell stellte sich jedoch heraus, dass er Milchpulver mit Zucker verwechselt hatte. Das erinnert ein kleines bisschen an eine Situation vor einiger Zeit, in der er Onionrings eines amerikanischen Systemgastronomen verflucht hat, weil sie nicht den erwarteten Geschmack von Tintenfischringen aufwiesen – bestellt waren aber Onionrings. Jetzt aber Schluss mit der Zergelei. Sonst wird das morgen kein Spaß für den Autor dieser Zeilen. Wir sind heute bis über die Grenze nach Finnland gefahren, und haben mal wieder eine besondere Unterkunft gefunden – in einer Anlage mit Nurdachhäusern. Morgen nehmen wir Kurs auf den Bottnischen Meerbusen…

„Immer ordentlich Zug im Antriebsstrang, Junge, da ist der 5. Gang oft hinderlich“ (Zitat vom Chef)
Immer ganz in entspannter Rallyehaltung…
Vom Chef gelernt 😬
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