Lund – Bad Salzuflen

Nach Lund kommen wir bestimmt nochmal zurück – die Stadt hat uns heute morgen mit Kaiserwetter begrüßt und nach einer kurzen Fotosession verabschiedet. Danach ging alles ziemlich schnell, die Brücken, Flensburg und Hamburg flogen vorbei und – zack – waren wir wieder in der Heimat. Morgen oder übermorgen gibt es noch eine Art Finissage. Aber morgen is erstma Waschtach: Für die Klotten, und natürlich für Walter…

Stockholm – Lund

Wir haben nicht gedacht, heute noch nach Südschweden zu kommen. Denn Walter hat nach Verlassen der Fähre erst um 10.30 Uhr Asphalt unter seine Gummis genommen, der nach langer Zeit mal wieder schnee- und weitgehend eisfrei war. Bewusst haben wir kleine, kurvige Straßen mit größeren gemischt, sehr schön. Und: Lund ist in jedem Fall eine Reise wert, lebendig und reich an Kneipen. Jetzt war ich nach dem verpassten Schüleraustausch doch einmal hier…

Heinola – Stockholm

Heute sind wir von Heinola zum Fährterminal nach Helsinki gefahren. Die Silja Symphony bringt uns jetzt über Nacht nach Stockholm. Es gibt daher wenig zu berichten, aber wir haben vom Sonnendeck aus schöne Fotos auf die Innenstadt von Helsinki und die vorgelagerten Bereiche gemacht…

Heinola – Heinola

Walter hatte heute den ganzen Tag Pause. Ganz im Gegensatz zu uns: Wir waren sehr aktiv. Nach der morgendlichen Yogaeinheit, die wir von Anfang an mit größter Selbstverständlichkeit absolvieren, ging es darum, den vorhandenen Fuhrpark artgerecht zu bewegen. An der Startlinie eine Tunturi, ein Polaris Ranger 4 x 4 und später ein Toyota Land Cruiser. Der Plan war, mit möglichst vielen Fahrzeugen den See unsicher zu machen. Am Ende war es… umgekehrt. Der Polaris saß fest. Natürlich sind wir völlig cool geblieben, Profis eben. Nach ein paar Handgriffen, dem Einsatz von mehreren Brettern, Fellen, einem Abschleppseil und Schneeketten waren wir wieder frei und pünktlich zum Mittagessen zurück. Eine Pause und ein Bier hätten wir verdient gehabt, aber wir hatten weitere Pläne. Nach einem leichten Snack ging es zurück auf den See, diesmal zu Fuß und mit allerlei Materialien zum Angeln. Dietmar hatte als einziger Fangglück. Zum Schluss ist der gesamte Catch of the Day, also einschließlich der mitgebrachten Leckereien, auf dem Grill gelandet und wir haben bei einem Sundowner den wunderbaren Tag ausklingen lassen…

Sahnehäubchen des Tages: Jagatee aus Walters Kofferraum – Quasi der Kaffee für den Abend…

Oulo – Heinola

Ein kleines bisschen Wehmut schleicht sich schon ein am Anfang der zweiten Woche. Am Ende der heutigen Etappe haben wir daher zur Verlängerung des Wohlbefindens noch einen weiteren Höhepunkt eingestreut – wir sind zu Gast bei unseren finnischen Freunden in Heinola. Direkt nach der Ankunft gab es eine ausgiebige Saunazeit. Fotos vom Abkühlungsprozess sollen hier nicht gezeigt werden – Order vom Chef. Danach gab es tolles Essen, aber seht selbst…

Selbstverständlich fing der Tag wieder mit perfektem Kaffee an…

Enontekiö – Oulo

Liebe Verfolger an den Endgeräten, heute ist es Zeit, Euch in den Fokus zu rücken, und uns ganz herzlich für Euren Zuspruch zu bedanken! Wir wissen das sehr zu schätzen… Deshalb nur kurz zu unserem Tag: Heute sind wir ganz entspannt nach Oulo gefahren. Die Entspannung führte sogar soweit, dass wir unterwegs Einheimische überholt haben – ein Verhalten, das wir vor ein paar Tagen noch vehement abgelehnt hätten. Ja, die Polarlichter sind noch offen, wir wissen es. Genauso offen ist der Einkauf eines speziellen Schnapses, den es irgendwo im Baltikum gibt. Wir kommen einfach nochmal wieder! Denn wir haben gemeinsam entschieden, den Rückweg über Schweden anzutreten. Vorher besuchen wir noch unseren finnischen Freund, der uns für zwei Nächte beherbergen wird… Sauna und Eisfischen stehen auf dem Programm. Beim heutigen Abendessen haben wir ein dänisch/schwedisches Team kennengelernt, das mit einem Volvo Amazon unterwegs ist. Schlafen im Zelt ist für die Jungs selbst bei minus 20 Grad kein Problem. Die haben echt einen Titan-Holzofen mit Schornstein in ihrer Behausung. Das wollen wir selbst Walter nicht zumuten, und haben ihn heute in einer warmen Tiefgarage abgestellt, obwohl es deutlich milder geworden ist.

Nordkap – Enontekiö

Leider war der dritte und letzte Abschnitt der Zufahrt zum Nordkap heute morgen von offizieller Seite gesperrt; die ersten zwei Abschnitte waren wohl offen. Es war sehr stürmisch und zwischendurch gab es immer wieder heftige Schneeschauer. Einige Autos, die trotzdem einen Versuch unternommen haben, bis zur letzten Schranke vorzudringen, haben sich übel festgefahren, einige wurden dem Vernehmen nach vom Wind auf der Straße gedreht. Wenn wir das abgesehen hätten, wären wir natürlich gestern Abend noch hochfahren; so blieben uns die letzten Kilometer bis zum Kap verwehrt. Wir kommen also wieder… Nicht nur wegen der letzten Meter, sondern auch wegen der grandiosen Landschaft. Wenn man die fehlende Begegnung mit dem Globus als Missgeschick bezeichnete, hätte der Zeitstrahl der Missgeschicke bereits beim Frühstück begonnen. Der Chef, bekanntlich der Godfather of Coffeecooking, beschwerte sich launig über das vermeintlich schlecht schmeckende Gebräu aus dem Automaten eines namhaften Herstellers. Schnell stellte sich jedoch heraus, dass er Milchpulver mit Zucker verwechselt hatte. Das erinnert ein kleines bisschen an eine Situation vor einiger Zeit, in der er Onionrings eines amerikanischen Systemgastronomen verflucht hat, weil sie nicht den erwarteten Geschmack von Tintenfischringen aufwiesen – bestellt waren aber Onionrings. Jetzt aber Schluss mit der Zergelei. Sonst wird das morgen kein Spaß für den Autor dieser Zeilen. Wir sind heute bis über die Grenze nach Finnland gefahren, und haben mal wieder eine besondere Unterkunft gefunden – in einer Anlage mit Nurdachhäusern. Morgen nehmen wir Kurs auf den Bottnischen Meerbusen…

„Immer ordentlich Zug im Antriebsstrang, Junge, da ist der 5. Gang oft hinderlich“ (Zitat vom Chef)
Immer ganz in entspannter Rallyehaltung…
Vom Chef gelernt 😬

Løkvoll – Nordkap

Der heutige Tag startete mit einer Sensation und einer Enthüllung. Der Chef selber hat heute 1. Kaffee gekocht und 2. dem Stift das Geheimnis der Zubereitung verraten. Demnach ist entscheidend, das Pulver in die eine Richtung streuend in die Tasse zu geben, und das Wasser in die andere Richtung gießend hinzuzufügen. Dabei muss das Wasser den absolut perfekten Garpunkt aufweisen. Ebenso einfach wie genial!

Gut, dass ich das mit dem Aufräumen schon vorher wusste…

Dietmar hat heute morgen noch diesen wunderbaren Schnappschuss gemacht…

Jetzt sind wir in Honningsvåg angekommen. Die Fahrt war… Ach, lassen wir Walter doch berichten: Heute Morgen habe ich den dringend benötigen Schmierstoff für meinen Motor bekommen, das eine oder andere Schlückchen Öl genehmige ich mir halt auch einmal. Dann ging’s wieder los: Schnee und Wind von allen Seiten, wieder mal völlig eingesaut. Am Steuer zunächst D, der mich stets schonend warm fährt und ein Händchen fürs Schalten hat. Nach der Aufnahme eines kleinen Frühstücks für alle Beteiligten hat D das Volant übernommen. Auch ein besonnener Pilot, der allerdings gerne die höheren Drehzahlen, auch dauerhaft, mag. Mir macht das natürlich nichts, nur trinke ich dann halt ein kleines bisschen mehr. Unterwegs habe ich unglaublich viele tolle Eindrücke gesammelt, auch wenn das Wetter erst mittags besser wurde. Und durch abenteuerliche Tunnel bin ich zum Schluss der heutigen Etappe gefahren…

Lofoten – Løkvoll

Gestern Abend: Essen in der Nähe von Å mit zwei Mitstreitern aus Troisdorf und Köln. Nicht günstig, aber wir sind halt auf den Lofoten. Heute dann Start um kurz vor acht, nachdem es es in der Nacht zu regnen begonnen hatte. Straßenverhältnisse entsprechend anspruchsvoll. Eis und ähnliches. Leider änderte sich das Wetter auf den Lofoten nicht mehr entscheidend, aber es war trotzdem sehr beeindruckend. Wir sind dann immer besser vorangekommen, haben letztlich 550 km gemacht. Mit dem Text reicht es jetzt, es geht ja um die Bilder, hab ich kapiert…

Nachtrag: Dietmars Augen mit denen eines Adlers zu vergleichen, wäre eine Beleidigung für… Dietmar. Der Chef kann sich daher einen äußerst laxen Umgang mit den kostbaren Sehhilfen erlauben. Beinahe täglich ist eine Brille entweder verschollen oder schlicht im Arsch. Noch gibt es genügend Ersatz…

Walter ist heute ein bisschen kurz gekommen – also in der Berichterstattung. Auf der Straße war er mal wieder großartig. Wir werden ihm demnächst ein Special widmen…

Junkerdal – Lofoten

Wie angekündigt, haben wir uns heute einen ruhigen Tag gegönnt. Nur 130 km bis Bodø. Walter hatte unterwegs etwas zu feiern: 222.222 km hat er absolviert. Abstimmungschwierigkeiten im Team haben dazu geführt, dass das fällige Foto einen Tick zu spät aufgenommen wurde. Gegenseitige Schuldzuweisungen haben wir selbstverständlich unterlassen. Jetzt sitzen wir in der Fähre nach Moskenes auf den Lofoten und werden die Nacht in Å verbringen. Später vielleicht mehr…

Bilder sind jetzt da, dank des WLAN an der Esso-Tanke.